Nationales Rauchstopp-Programm

Das Ziel des Nationalen Rauchstopp-Programms ist, die Anzahl der Raucherinnen und Raucher zu erhöhen, die den Tabakkonsum aufgeben. Dies ist die effizienteste Massnahme, um die durch das Rauchen verursachte Sterblichkeit zu senken. Die Krebsliga Schweiz, die Schweizerische Herzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz bilden die Trägerschaft. Finanziell unterstützt wird das Nationale Rauchstopp-Programm vom Tabakpräventionsfonds.
Mehr als 8000 Personen sterben in der Schweiz jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. 45 Prozent dieser Todesfälle werden durch tabakbedingte Herz-Kreislauf-Krankheiten verursacht, 25 Prozent durch Lungenkrebs, 18 Prozent durch Atemwegserkrankungen und 12 Prozent durch andere Krebsarten.
Bereits eine kurze Entwöhnungsberatung durch eine Ärztin oder einen Arzt führt zu Abstinenzraten von 5 bis 10 Prozent. Werden solche Kurzinterventionen kombiniert mit der Verschreibung nikotinhaltiger Medikamente, ergeben sich Abstinenzraten von bis zu 30 Prozent.  

Fachleute aus Gesundheitsberufen

Die Förderung des Rauchstopps erfolgt deshalb vor allem über Fachleute aus den Gesundheitsberufen und den entsprechenden Fach- und Berufsorganisationen. Diese Fachleute sollen verstärkt zur Rauchstopp-Beratung motiviert werden und vermehrt die nötige Qualifikation erwerben.

Dieser Bereich umfasst folgende Projekte:

  • Frei von Tabak - Ärztliche Beratung zum Rauchstopp (seit 2001, verantwortlich Krebsliga Schweiz),
  • Rauchen - Intervention in der zahnmedizinischen Praxis (seit 2002, verantwortlich Krebsliga Schweiz),
  • Raucherberatung in der Apotheke (seit 2004, verantwortlich Krebsliga Schweiz),
  • Hospital Quit Support - Rauchstoppberatungsstellen an Schweizer Spitälern (seit 2005, verantwortlich Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention),
  • Frei von Tabak - CardioVascSuisse (seit 2007, verantwortlich Schweizerische Herzstiftung),
  • Rauchfrei Leben (seit 2007, verantwortlich Schweizerische Herzstiftung). 

Bevölkerung

Zudem sollen Publikumsaktionen zum Rauchstopp motivieren und auf geeignete Methoden wie die Rauchstopplinie 0848 000 181 und wissenschaftlich gesicherte Entwöhnungshilfen aufmerksam machen. Rauchende sollen noch stärker zum Rauchstopp motiviert sein und vermehrt die verschiedenen wissenschaftlich gesicherten Entwöhnungshilfen nutzen. Auf nationaler Ebene läuft in diesem Bereich der Rauchstopp-Wettbewerb zum Welttag ohne Tabak vom 31. Mai (verantwortlich Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention).