Nikotinhaltige Medikamente
Nikotin-Entzugssymptome, insbesondere das starke Verlangen nach der Zigarette, sind ein grosses Hindernis für einen erfolgreichen Rauchstopp. Ziel nikotinhaltiger Medikamente ist es, die Entzugssymptome zu mildern, so dass es leichter fällt, sich auf die Änderung der Gewohnheiten zu konzentrieren.
Auf dem Schweizer Markt sind die beiden Marken Nicotinell und Nicorette erhältlich. Die Produkte sind sich ähnlich, mit ein paar Besonderheiten. Alle nikotinhaltigen Medikamente sind rezeptfrei erhältlich. In der Grundversicherung werden keine Medikamente für den Rauchstopp zurück erstattet; im Rahmen von Zusatzversicherungen sind Rückerstattungen teilweise möglich.
Nikotinhaltige Medikamente verdoppeln bis verdreifachen laut Studien die Erfolgsrate beim Rauchstopp. Bedingung ist allerdings, dass die Medikamente wirklich über längere Zeit und in genügend hoher Dosis eingenommen werden.
Nikotinprodukte sind aber keine Wundermittel. Beim Aufhören spielen viele andere Faktoren auch eine Rolle, wie z.B. das Gefühl der Selbstwirksamkeit, die Widerstandsfähigkeit, die soziale Unterstützung, die psychische Gesundheit etc.
Für mehr Informationen über die Entzugssymptome und Details zu den nikotinhaltigen Medikamenten konsultieren Sie bitte
- die Website des Projekts
"Raucherberatung in der Apotheke" oder - das
Arzneimittel-Kompendium der Schweiz oder
Das Wichtigste in Kürze
| Nikotinprodukte.... |
| ... verdoppeln bis verdreifachen die Erfolgsrate beim Rauchstopp. |
| ... sind alle rezeptfrei erhältlich. |
| ... enthalten keine Schadstoffe wie Teerstoffe, Reizgase, Kohlenmonoxid usw. |
| ... sollen lange genug eingenommen werden (idealerweise 3 Monate), um genügend Zeit zu haben, die Gewohnheiten zu ändern. |
| ... dürfen nicht zu tief dosiert werden, sonst dämpfen sie das "Craving" (Verlangen) zu wenig und verfehlen ihr Ziel. |
| ... können untereinander kombiniert werden, z.B. Pflaster und Kaugummi. |
| ... können zur schrittweisen Reduktion des Zigarettenkonsums benutzt werden, also mit Zigaretten kombiniert werden. |
| ... sind keine Wundermittel. Sie helfen, das Verlangen und die Entzugssymptome zu mildern. |
| ... können als Auffangnetz für schwierige Situationen auch länger als drei Monate eingesetzt werden. |
| ... wirken im Vergleich zur Zigarette weniger schnell und erreichen weniger hohe Spitzenwerte. |
| ... können auch speziellen Patienten (Herzpatienten, Schwangere) empfohlen werden, wenn sie sonst das Rauchen nicht aufgeben können. |
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